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Cellist David Shamban als Mittelpunkt - "Unerhörte gestalterische Geschicklichkeit"

Von Enno Neuendorf

Kiel / Flemhude - Gleich zwei denkbar unterschiedliche Konzerte gab der in Israel geborene, jetzt in Schleswig-Holstein lebende Cellist David Shamban am Wochenende in Raum Kiel.

Zusammen mit dem jungen ungarischen Pianisten Mark Karsai führten die Darbietungen in Friedrichsorts Bethlehemkirche von Brahms' Cellosonate op.99, Rachmaninows g-moll- Sonate, einer Crossover-Komposition des Russen Kapustin und einem Tango-Nuevo - Effektstück Astor Piazzollas - zu viertelstündigen "standing ovations".

In Flemhudes altehrwürdiger Feldsteinkirche boten das vom Fördekreis Kirchenchor Flemhude eingeladene Duo des Kieler Violinisten Rüdiger Debus und David Shamban ein auf andere Weise anspruchsvolles Programm mit Werken barocker und klassischer Zeit, bei denen auch die Kieler Continuo-Spieler Ulrich Keudel (Cello) und Daniel Zimmermann (Cembalo) kompetent mitwirkten.

Sonaten (in F und B) aus Dietrich Buxtehudes erstem Opus kamen hier als Rahmenstücke zu Gehör, ferner eine Cello-Sonate Allessandro Scarlattis, ... Duette von Mozart und Joseph Haydn sowie eine Cello-Caprice von Duport. Rüdiger Debus spielte die D-Dur-Sonate op 1/13 Georg Friedrich Händels mit hohem Engagement hinsichtlich ihrer Affekte und beinahe improvisatorisch anmutender Freizügigkeit im Larghetto.

Die von dem Norweger Johan Halverson vielseitig bearbeitete zwölfteilige virtuose Händel-Passacaglia des Duos gehörte ähnlich wie eine der Cello-Capricen Alfredo Piattis zu den brillanten Höhepunkten des mit starkem Beifall bedachten Konzerts, bei dem David Shamban seine unerhörte gestalterische Geschicklichkeit ins beste Licht zu rücken vermochte.

Kieler Nachrichten 04.03.2008

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Von Bartók bis Ligeti - David und Naomi Shamban konzertierten zum SHMF-Schwerpunkt Ungarn

Von Enno Neuendorf

Preetz - Ins Gemeindehaus der Stadkirche Preetz lud die Volkshochschule nun schon im dritten Jahr, um den Besuchern die SH-Musikfestivalkonzerte und deren jeweiligen Schwerpunkt nahezubringen. Nach den Niederlanden und Japan ist es in diesem Jahr Ungarn, zu dem der künstlerische Festivaldirektor Dr.Christian Kuhnt einige Erläuterungen und das Vater/Tochter-Duo David und Naomi Shamban am Violoncello und Klavier umfangreiche Kammermusikbeispiele gaben.

Da am selben Tag der Tod des grossen 80-jährigen und auch durch das hiesige Musikfestival hierzulande gut bekannt gewordenen Cellisten und Dirigenten Mstislav ("Slawa") Rostropowitsch in Moskau bekannt wurde, gedachte David Shamban zunächst seiner mit der genialen "Sarabande c-Moll" aus Sebastian Bachs 5. Solocellosonate. Einen ganzen musikalischen Kosmos hatte Bach hier unvergleichlich in eine Linie gebannt.

Frucht seiner ethno-musikalischen Forschungen waren Béla Bartóks sechs "Rumänischen Volkstänze" mit ihren kernigen Rhythmen und charaktervollen Harmonisierungen. Auch bei Bartóks relativ leicht zugänglicher, später von Janos Starker bearbeiteter "1. Violin/Klavier-Rhapsodie" mit dem langsamen und dem schnellen Satz von 1928, die dem einst bekannten Geiger Szigeti gewidmet war, bildete eine volkstümliche Melodie die Basis des Stücks.

Auch die 1922 von Zoltan Kodály komponierte postromantische "Sonatina" für dieses Duo verströmte grosse Schönheit, bei der der Einfluss von Brahms noch spürbar war. Weiter dem Thema Ungarn geschuldete Darbietungen waren Sätze nach siebenbürgischen Volksliedern von Endre Székely, die klangfarblich reiche zweisätzige Solosonate von György Ligeti und nach der Pause ein effektvolles Klaviersolo von Franz Schubert mit einer auch vierhändig bekannten "Ungarischen Melodie" sowie diverse Stücke und Zugaben von David Popper, dem einst von Richard Wagner so hochgeschätzten Solocellisten.

David Shambans Spiel war nie nur oberflächlich, sondern holte tiefschürfend und damit sehr sonor alles an klanglich Möglichem aus seinem edlen Instrument hervor. Die 17-jährige Lübecker Konstanze-Eickhorst-Studentin Naomi Shamban passte sich sehr schön, manchmal sich auch unterordnend, dem Spiel ihres 53-jährigen, nach Zeiten in den USA und in Israel jetzt in Schleswig-Holstein lebenden Vaters an.

Wie Christian Kuhnt mitteilte, sind bereits 94 000 Karten für das SHMF verkauft worden. Als einen beonderen Höhepunkt empfahl er das Konzert des Ensembles Muzsikáz mit Werken von Bartók und ungarischer Volksmusik am 9. August in Salzau. – Dem Duo in Preetz im gutbesetzten Gemeindesaal wurde überschwänglicher Dank zuteil.

Kieler Nachrichten 30.04.2007

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Glänzende Violoncello-Performanz: David Shamban im Gewölbekeller der Klosterkirche

Von Enno Neuendorf

Bordesholm - Im Rahmen der Bordesholmer Frühjahrskonzerte gastierte in dem restaurierten, bis zum letzten Platz besetzten Gewölbekeller der Kosterkirche einer der herausragenden Cellisten unserer Zeit, der seit gut drei Jahren im holsteinischen Quickborn ansässige Amerikaner David Shamban. In den USA und kurzzeitig in Israel war der jetzt 53-jährige in über 30 Jahren Solocellist bei zahlreichen Sinfonieorchestern und wurde von vielen Musikern und Komponisten überaus geschätzt. Hierzulande siedelte er sich an, weil Shamban die räumliche Nähe zu den wahren Meistern der Musikkultur gerade in Deutschland besonders geniesst.

Aus seinem Repertoire von über 30 herausragenden Komponisten für das Cello stellte der Solist ein ungemein anspruchsvolles, sehr virtuoses, technisch ausserordentlich schwieriges Programm von Bach bis Penderecki zusammen, das ungewöhnliche zwei Stunden lang dauerte.

Eine ungewöhnliche Darbietung Shambans von Bachs Solo-Suiten auf CD ist bereits bekannt. Hier war es die "2.Cello-Suite d-Moll", an der Shamban seine stets treffsichere, auch jeden Einzelton je nach Lage noch differenzierende Intonationskunst demonstrierte. Im "Präludium" wurden die Spitzentöne der verschlungenen Linien leicht betont; zur Mitte hin verstärkt er die emotionale, fast angstvolle Substanz, um sie später wieder abschwächen zu können. Eindrucksvoll war die ausserordentlich schnelle "Courante" mit dem klangvoll-sonoren Schlusston, der sich dem altfranzösischen Cello verdankte, ebenso wie der lange Finalton der feierlichen "Sarabande". Ziemlich eckig und bockig erschienen die fröhlich gestimmten Menuettsätze, während die sprunghaft kantige "Gigue" wie gegen den Strich gebürstet wurde.

Eine gefühlsmässige, auch beim Publikum stets begrüsste Entlastung beim Hören bedeuteten die hochgradig anspruchsvollen, aber sehr romantischen "Etüden" aus Opus 73 des zu Brahms’ und Wagners Zeiten wirkenden Cello-Virtuosen David Popper. Einem "Capriccio in D" des lange Zeit in Berlin lebenden wegweisenden Cello-Pädagogen, Klassikers und Revolutionsflüchtlings Jean-Louis Duport folgte im historischen Keller die im Ausdruck vielfältige fantasievolle "Suite" von Gaspar Cassadó sowie als Höhepunkt des ersten Konzertteils das Solo- "Capriccio" von Krzystof Penderecki aus dem Jahr 1968.

Hier nahm Shamban der stärkeren Belastung seines altehrwürdigen Cellos wegen ein von dem Kieler Instrumentenbauer Bernhard Fischer ganz neu hergestelltes Cello in Anspruch. Wohl wegen seiner ungewöhnlichen Fülle von mindestens rund zwanzig neuen Artikulationsarten auf dem Cello, darunter aufgeregtes Klopfen der Finger auf dem Deckel, Schlagen aufs Griffbrett mit flacher Hand,, Streichen auf dem Saitenhalter, Arpeggieren auf dem Steg, übermässiges Vibrato, unregelmässige Tremoli etc. gewann das provokante und mit viel Humor ausgestattete Stück begeisterten Beifall beim Publikum. Mit seinen vielen Effekten wiederholte Shamban es auf seinem Edel-Cello.

Weitere stark wirkende Cellostücke stammten von Paul Hindemith (3.Solosonate) und mit ihren Originaltonarten aus dem Fundus der Geigenliteratur von Paganini uns Ysaye. Von Janos Starker, dem amerikanischen Ungarn, waren dessen wegen ihrer Schwierigkeit selten aufgeführte "Paganini-Variationen" in teilweise hohen Flageolettlagen zu hören.

Zum Schluss forderte Shamban noch mal so viel Energie von sich ab, dass der Cellist zuletzt bei Isayes "Ballade" der 3.Violinsonate kurz einen Fingerkrampf bekam, durch Mineralstoffmangel aufgrund der ungewöhnlichen Hitze auf dem Podium; in der Doppelgriff-Passage hatte sich nach zweistündigem Spiel plötzlich die Sehne des zweiten Fingers verkrampft. Der Vorfall konnte schnell überwunden werden. Dem Virtuosen schlug glücklicherweise bald wieder aufmunternder, dankbar kräftiger Applaus entgegen. Schön wäre es, wenn dieser aussergewöhnliche Solist auch einmal (oder vielmals) Aufmerksamkeit bei hiesigen Orchesterleitern gewönne.

Holsteinische Zeitung / Kieler Nachrichten 20.02.2007

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David Shamban verwandelt Noten in pure Sinnlichkeit

Henstedt-Ulzburg - Grosses Konzert in der kleinen Kulturkate: Was David Shamban (52) und sein Klavierbegleiter Dimitri Tepliakov (44) von Cello und Flügel zauberten, sprengte nicht nur den akustischen Rahmen der Kulturkate. Das Duo hat einfach viel mehr Publikum verdient, obwohl die Kulturkate voll besetzt war. Doch sich im Bereich anspruchsvoller klassischer Kammermusik zu etablieren, ist ein mühsames Unterfangen. So blieb dieser Kunstgenuss nur einer kleinen Elite vorbehalten. Schade. Das Duo gehört in die grossen Konzertsäle.

Wenn David Shamban den Bogen an die Saiten seines Cellos setzt, gleitet er in andere Spähren. Er taucht in die Gefühlswelt des Komponisten, dessen Stück er spielt, und zwar tief, innig und voller Hingabe. Der in Israel geborene und in Amerika ausgebildete Musiker verwandelt Noten in pure Sinnlichkeit und entdeckt sogar in César Francks Sonate für Violine unbd Klavier A-Dur (transponiert für Cello) die Leidenschaft schlechthin.

Mit der Cello-Sonate e-Moll Opus 46a von Xaver Scharwenka (geboren 6. Januar 1850 in Posen, gestorben 8. Dezember 1924 in Berlin) brach das Duo alles bisher am Abend Gehörte: Shamban versenkte sich in die revolutionären Klänge, die alle gegensätzlichen Strömungen der vorigen Jahrhundertwende in Musik umsetzen. Nach einem seelenvollen Allegro folgte ein ergreifendes Andante, gleichwohl sehr expressiv gespielt. Im Vivace kosteten Cellist und Pianist die extremen Charakterwechsel der Komposition bis zum Jazz intensiv aus.

Für das Auftragswerk des Fürsten Radziwill an Fréderic Chopin, die Polonaise brillante C-Dur Opus 3 braucht Shamban keine Noten mehr. Er lässt die Polonaise tanzen, kongenial Tepliakov am Klavier, und in seinem manchmal fast übermütigen, mutwilligen, expressiven Spiel blitzt der zeitkritische Geist Chopins auf, den viele Interpreten heute oft vergessen.

(Heike Linde-Lembke)

Hamburger Abendblatt 14.03.2006

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Konzertreflex: Klangstarkes Cellospiel

Kiel - Eine bemerkenswert klangvolle und virtuose Welt des Violoncellos und des Duospiels mit Klavier entfaltete sich am Sonntag vor zahreichen Zuhörern in der ausstrahlungsstarken Aula der Rudolf-Steiner-Schule. Erstmals gastierte hier das seit fast zwei Jahren in Schleswig-Holstein ansässige Duo Shamban / Tepliakov, und zwar mit einem kräftig konturierten klassisch-romantischnen Programm.

Der Cellist David Shamban, der besonders als Filmmusiker bekannt geworden ist und in Los Angeles und New York mit vielen internationalen Gesangsgrössen auftrat, wurde in Israel geboren. Mit dem aus St. Petersburg und Moskau stammenden Konzertpianisten Dimitri Tepliakov bot er zunächst ein perfektes Zusammenspiel in Robert Schumanns Fantasiestücken op.73. Während die Triolen und die häufigen Verdoppelungen des Klaviers stets beibehalten wurden, steigerte sich das Tempo der drei Stücke von Mal zu Mal. Vor allem brillante Arpeggien, auch im Austausch der beiden, kennzeichneten diese original für Klarinette konzipierte Komposition.

Shamban spielte sein dem Raum präzis angepasstes Streichinstrument überaus intonationsrein. Es stammt aus der Werkstatt von Segiu Peresson und gehörte eine Zeit lang der berühmten Cellistin Jacqueline du Pré. Shamban brachte sein Instrument zum Singen, auch in der von zartem Lyrismus und ruhigem, weiten Atem bestimmten Sonate III A-Dur von Beethoven. César Francks ausgedehnt viersätzige, auch als Violin-Stück bekannte Sonate A-Dur, ein vor 120 Jahren in Brüssel uraufgeführtes französisches Prachtstück des 19. Jahrhunderts, fesselte durch die Eleganz und das Schweifende ihrer melodischen Erfindungen, die auch schon Marcel Prousts Romanfigur Swann faszinierten.

Wie eine virtuose Zugabe wirkte bereits eine Ungarische Rhapsodie von David Popper, bevor die eigentlichen Zusatzstücke mit dem Schwan von Saint-Säens und einer mit unglaublich schnellen Akkordbrechungen gespielten Caprice von Alfredo Piatti das Duo-Recital nach starkem Beifall beendeten. (Enno Neuendorf)

Kieler Nachrichten 07.02.2006

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Eine beeindruckende Leistung am Cello

Henstedt-Ulzburg - Bot eine überzeugende Darbietung: David Shamban (50) ... "Ich bin zu Tränen gerührt" sagte Konrad Hansen aus Dänemark. "Eine Sternstunde" freute sich Laila Jülkenbeck aus Tangstedt. "Den Cellisten holen wir im nächsten Frühjahr in die Kulturkate" war Forums-Vorsitzender Uwe Janssen begeistert. David Shamban beeindruckte sein Publikum zutiefst ... der Cellist erhielt schon in seiner Heimat Israel viele Preise ... in den USA ein gefragter Filmmusiker. 2003 zog es ihn nach Hamburg: "Ich will dort spielen, wo meine Vorbilder lebten, eigene Konzerte geben und das Publikum direkt berühren." Das ist im im Sarafand gelungen! Der 50jährige fühlt sich mit jeder Faser tief in die Kompositionen hinein. Er hat die Musik verinnerlicht, hat die Noten im Kopf und setzt sie mit Herz, Seele und seinem Cello in Klänge.

Bachs Suite C-Dur (BWV 1009) kommt im Prčludes zupackend. Narrativ gestaltet Shamban die Sätze mit den tänzerischen Bezeichnungen, lässt Innigkeit und eine ungewöhnliche, doch sehr spannende Interpretation - Fragestellungen einfliessen.

Das Capricio Nr. 7 C-Dur von Alfredo Piatti: Ein artistisches, lautmalerisches Stück, das Shamban als mörderischen Querfeldein-Ritt auf dem Cello inszeniert.

Dritter Höhepunkt - die Suite von Gaspar Cassado: Shamban lacht mit seinem Cello, weint mit seinem Cello, singt mit seinem Cello.

Absoluter Höhepunkt: Violin-Chaconne von Bach, die er in der für Violine geschriebenen Tonart spielt. (lin)

Hamburger Abendblatt 23.05.2005

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Musikalischer Hochgenuss in der Feldsteinkirche

Quarnbek - Begeisterte in der Flemhuder Feldsteinkirche das Publikum mit einem Solo-Konzert: David Shamban ... mit Werken von Bach, Popper, Max Reger oder Alfredo Piatti ... bei dem man bisweilen glaubte, die Klangfülle eines ganzen Orchesters zu hören ...

Holsteiner Zeitung / Kieler Nachrichten 18.10.2005

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Weltklasse - Der Cellist David Shamban wühlte das Neuruppiner Publikum auf

Neuruppin - "Ein Freund hat mir David Shamban empfohlen. Daraufhin habe ich ihn in Hamburg gesehen und war beeindruckt von seinem Können." Takao Ukigaya ist ein Mann mit Kontakten. Mit seiner Wahl für das zweite von ihm organisierte Kammerkonzert in der Neuruppiner Pfarrkirche war der japanische Dirigent am Sonntag mehr als zufrieden.

Und das konnte er auch sein: Er hatte den weltbekannten Cellisten David Shamban und den virtuosen Pianisten Dimitri Tepliakov eingeladen. Als gefragter Filmmusiker trat Shamban schon mit Grössen wie Madonna oder Stevie Wonder auf ... Der russische studierte Konzertpianist Tepliakov ist selbst Dirigent und singt, unter anderem im Kammerchor des Mozarteums ... Mit Stücken von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Camille Saint-Saens rissen Shamban und Tepliakov ihre Zuhörer mit. Mal mit ungeheurem Tempo, mal mit schleichend langsamen Bogenstrichen stellte Shamban einen Verliebten dar oder einen Schwan. Das Publikum lauschte andächtig. Bei den flotteren Stücken riss es manch einen mit: Füsse wippten und Finger bewegten sich im Takt. "Es hat mich innerlich aufgewühlt, aber dann auch wieder beruhigt." schwärmte die Zuhörerin Kerstin Gorges nach dem Konzert. "Die Stücke sind so emotional." Und der Beifall wollte nicht enden. (Lisa Kittler)

Märkische Allgemeine 27.09.2005

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Grosse Momente mit Cello und Klavier

Neuruppin - Normalerweise wird Kammermusik, wie es der Name schon andeutet, in kleinen Räumen gespielt. Für die beiden namhaften Musiker David Shamban und Dimitri Tepliakov war am vergangenen Sonntag das Kultur- und Kongresszentrum Pfarrkirche in Neuruppin der dafür passende Konzertsaal.

Sowohl Shamban als auch Tepliakov hatten bereits in berühmten Konzerthäusern wie der Carnegie Hall in New York ihre Auftritte und waren mit anderen grossen Künstlern auf der Bühne. ... musizierten mit viel Hingabe. Auch in Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 3 wurde dem Hörer klar, wen er vor sich hatte. Es gab keinen Solisten, sondern zwei sich ebenbürtige und dabei eigenständige Künstler ... überzeugten die Zuhörer mit Musikalität und virtuosem Spiel und erhielten nach einer beeindruckenden Darbietung von David Poppers "Ungarische Rhapsodie" zum Schluss verdient begeisterten Applaus. Zum Abschied liess Shamban den Schwan ein letztes Mal leise über den nächtlichen See schweben. Was für ein Musiker! (Sabina Bébié)

M.A. Neuruppin und Ortsteile 27.09.2005